Skip to content

Monat: März 2020

Letzte Meldungen

von Patrice Lipeb

Erhältlich bei FUCK AMAZON Bildrechte AMAZON SEARL

Hallo liebe Freunde, 

wir möchten, nachdem wir den ersten Schock einigermaßen verdaut haben, einige Worte an Euch richten, über die aktuelle Situation in Sachen Subbotnik informieren und vielleicht ein bisschen Trost spenden.
Zunächst einmal befinden wir uns – wie die Meisten – in unruhigen Zeiten. Die Pandemie fordert von uns allen ein Bekenntnis zu gesellschaftlicher Verantwortung. Wie so oft trifft es das Nachtleben und seine kulturschaffenden Protagonisten, die auf den öffentlichen Raum angewiesen sind, als Erstes und dazu besonders hart.  Sicher habt ihr schon mitbekommen, dass wir das Subbotnik auf absehbare Zeit schließen mussten. Falls nicht: WIR HAM ZU!
Das tut uns ein bisschen leid, muss aber angesichts der gegebenen, hygienischen Notwendigkeiten leider sein!  Natürlich stürzt uns das über kurz oder lang in finanzielle Schwierigkeiten, denn auch wir sind wegen dem System: Kapitalismus, den Gesetzten des heiligen Marktes unterworfen und Gottlob gezwungen Gewinne zu erwirtschaften. Das ist – unter uns gesagt – überhaupt nicht so einfach, wenn der Laden zu ist!

Doch zum Glück naht Hilfe! Ein paar schlaue Gäste haben eine Website gebastelt – oder sind vielmehr dran, eine Website zu basteln, auf der es eine Vielzahl von bedürftigen Leipziger Nachtlokalen zur Auswahl geben wird. Der seiner Lieblingsbar beraubte Gast hat dann die Möglichkeit nach Herzenslust und Sympathie mit seiner Kohle um sich zu schmeißen und zu spenden. Die Teilnahme ist völlig offen und für die Läden kostenfrei. Soll heißen, jeder der möchte kann einfach mitmachen!
Für mich klingt das so überzeugend solidarisch, dass ich mir glatt wünschte, die Seite wäre schon fertig! Doch ich muss mich wohl, noch ein bisschen in Geduld üben.  Bis zu diesem Zeitpunkt  an dem das allgemeine Glück endlich eintritt, seid ihr tatsächlich herzlich dazu eingeladen, uns beliebige Beträge Bargeld formlos unter Eingangstür durchzuschieben.

Wie es jetzt weiter geht?

Na wir warten ab, bis sich der virale Schrecken etwas  abgemildert hat oder wir uns zumindest   daran gewöhnt haben. Dann machen wir in alter Form oder mit neuen Einschränkungen wieder auf. Was weiß ich – mit Gasmaskenpflicht oder so. Na auf jeden Fall glauben wir, dass Orte wie das Subbotnik – also Kneipen im Allgemeinen – tatsächlich systemrelevant sind. Insofern, dass wir durch unser geduldiges Dasein viel zur Psychohygiene des Volkskörpers beitragen. Außerdem helfen wir uns und unseren Gästen dabei, schmuddelige Laster wie allabendlich drei bis neun  Kannen Krosti im Unterhemd auf der heimischen Couch zu entleeren, in ein gesellschaftlich akzeptiertes und sozial relevantes Event zu transformieren – dem Besuch einer Bar. Kinder waren das noch Zeiten – als Mensch noch einfach so rausgehen durfte.  Doch keine Panik, alles wird irgendwie gut werden – obwohl Kultur im Subbotnik  veranstaltungsmäßig auch erstmal verschoben ist – gelle! Livestream haben wir nicht – dafür noch einen Hektoliter schales Bier.

Da es uns jetzt allen schon viel Besser geht, bleibt eigentlich nur noch eins zu sagen:


WIR KOMMEN WIEDER! VERSPROCHEN!


Fasst in der Zwischenzeit nix an und versucht klar zukommen! Es sind ja nur noch drei Wochen Hausarrest! 

In Liebe 

Euer Subbotnik 

Das sind Christina, Andre, Marius, Miller, Lea, Georg, Anna, Johanna, Sven, Paola , Patrice         




Songempfehlung: