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Ob das gut geht..?

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist photo_2020-01-04_11-40-25-682x1024.jpg
von Patrice Robert Lipeb
Foto: Lizette A.


Habe ich mich neulich gefragt. Anlass für dieses kontemplierende Innehalten im tosenden Lärm unserer Zeit war ein eher profanes Spektakel, dem ich vorüberfahrend Zeuge wurde.

Das Ganze trug sich, von stofflicher Seite gesehen, in einem völlig anderen Universum zu. Genauer gesagt am Karl Heine Kanal, Richtung Lindenauer Hafen, ungefähr auf Höhe des Kunstkraftwerks. Zwei Mütter bewegten sowohl sich als auch ihre ausladenden Kinderwagen gravitätisch und allenthalben parallel zum Rand des Radweges. Gänzlich unbeteiligt vom Gegenverkehr zahlloser anderer Verkehrsteilnehmer frästen die beiden Muttis eine Schneise in die Landschaft. Allerdings emphatisch genug um hier und da vernehmliche Laute der Beschwerde gegenüber all Jenen auszustoßen, die es wagen sollten, sich ihrem Track auf einen Meter zu nähern.

Kurz vor der Brücke Saalfelder Straße spitzte sich die Situation zu. Denn aus Richtung Kernstadt näherten sich zwei rüstige und frech frisierte Sportomas. Jede mit jeweils zwei nordischen Gehstöcken bewaffnet, mit energischen Schritten dem stoischen Parallelogramm entgegen. Gleich knallt’s, dachte ich, während ich ein mehr oder minder waghalsiges Überholmanöver auf meinem Drahtesel abschloss. Welches die Überholten mit dem Zischen mutmaßlich giftiger Flüche quittierten.

Keine der beiden sich in Kollision befindenden Parteien wird auch nur einen Zentimeter zurück weichen. Denke ich weiter. Vielleicht werden sich die Kontrahentinnen tagelang anschreien, ohne auch nur ein einziges Mal dem anderen zuzuhören? Oder vielleicht werden sie ja am Ende Freunde oder bilden sowas wie eine Interessengemeinschaft, wer weiß das schon.

Na jedenfalls konnte ich nicht stehenbleiben und mir ansehen, wie es am Ende in der Realität, die außerhalb meines Kopfes stattfindet, denn nun tatsächlich zugeht. Stattdessen musste ich weiter radeln und schnell, schnell zur Arbeit. Danach wartet das Leben auf dich. So hoffe ich zumindest.

Was das Subbotnik angeht, so mahlen heuer die Mühlen der Kultur als gäbe es kein Morgen mehr. Der Februar ist voll mit lecker, lecker Veranstaltungen. Ist wie gewohnt viel Jazz dabei. In diesem Zusammenhang ein riesengroßes Dankeschön an das Kulturamt der Stadt Leipzig, für die erneute Förderung unserer Reihe SHADES OF BLUE NachbarschaftsJazz. Ihr Jungs und Mädels seid wirklich die Größten.

Abseits vom Jazz haben wir noch ein paar Experimente mit Euch vor. Zum Beispiel möchte ich Euch auf ein neues Gesprächsformat mit dem Namen Bräuer will’s wissen hinweisen. Die Premiere dieser ungeschminkten Talk-Runde mit interessanten Gästen aus dem täglichen Leben findet am 22.02 um 20:30 Uhr statt.

War sonst noch was? Ach, ja! Anständig bleiben, nicht vergessen.

Gut Holz

Euer SUBBOTNIK

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